Rumänien

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft

Leitung: N.N.

Ladislaus Füredi leitete die Deutsch-Rumänische Gesellschaft von 1994 bis 2002
Eine bemerkenswerte CD-Produktion: Die Lieder von Satie und Poulenc aufgenommen von Geogeta Stoleriu und Verona Maier
(v.r.n.l.) Erich G. Fritz, Susanne Kastner und Adolf Miksch bei der 30 Jahrfeier 2001

1971 ist das Gründungsjahr der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (DRG).  Das ist relativ spät angesichts der Anfänge der Auslandsgesellschaft vor über 65 Jahren. Es ist aber auch relativ früh, was die Gründung der Gesellschaften mit Ländern des sozialistischen Lagers betrifft – eine Tatsache, die auf den Sonderweg der Ceausescu-Außenpolitik Rumäniens zurückzuführen ist.

Erster Leiter der DRG war Hermann Hassenbürger. Die ersten Kontakte mit Rumänien wurden vor allem auf kulturellem Gebiet geknüpft. Im denkwürdigen Jahr1977 – 100 Jahre Unabhängigkeit Rumäniens, dann die verheerende Erdbebenkatastrophe im April im Raum Bukarest - hat die Stadt Dortmund ihre Auslandskulturtage  der Sozialistischen Republik Rumänien gewidmet. Von 1979 bis 1994 leitete Hans Kratschmar die DRG. In dieser Zeit stärkte die DRG ihre Verbindungen zu Rumänien: mit Konzerten, Fotoausstellungen, Lesungen und Gesprächen.

Die Wende in Rumänien 1989 bedeutete auch für uns einen Einschnitt: Der Zugang zu den ehemaligen Ländern des Ostblocks war nun offen - und risikolos. Das Augenmerk richtet sich nun noch mehr auf diese Länder – auch auf Rumänien. Rumänien ist landschaftlich äußerst reizvoll - und wegen seiner multiethnischen Bevölkerung und kulturellen Vielfalt außergewöhnlich interessant. Aufgrund der Abschottungspolitik und der wirtschaftlichen Misere der vorherigen Jahre wurde es aber hierzulande oft mit negativen Vorurteilen bedacht.

1994 übernahm Ladislaus Füredi die Leitung der DRG, zu der er im Laufe der Jahre nach eigener Aussage ein Verhältnis wie zu einem Adoptivkind entwickelte. Das Motto des Orchestermusikers in Rente lautete: „Kunst und Kultur eines Landes sind glänzende Botschafterinnen über Zeit und Grenzen“. Dank seiner vielseitigen Verbindungen organisierte er eine Reihe von Veranstaltungen mit hervorragenden Künstlern. Dabei entstanden auch zwei CDs: französische Lieder von Poulenc und Satie mit der bekannten Sopranistin Georgeta Stoleriu und der Pianistin  Verona Maier – ein wahres musikalisches Kleinod - und Klavierwerke von Beethoven, Ravel und Brahms mit der jungen Pianistin Bianca Baciu. Zu den großen Veranstaltungen zählen die rumänische Kulturwoche 1994 und die Feier zum 30-jährigen Bestehen der DRG 2001, bei der die Dichterin Ana Blandiana die Festrede hielt. Füredi starb 2002. Von 2002 bis 2010 leitete Norbert Schmidt die Deutsch-Rumänische Gesellschaft.

Ziel der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft ist es das Land vielseitig zu beleuchten und damit beizutragen, diesem überaus sehenswerten Land zu verhelfen, wieder zu dem Reiseland zu werden, das es einmal war. Die Mittel dazu: Dia-Vortragsreihen, Lesungen, Konzerte, Vorträge über Dichter, Komponisten, Musiker, Maler und Bildhauer. Außerdem stellt die DRG Rumänien als Teil Europas vor, ohne den die abendländische und insbesondere die deutsche Geschichte ganz anders verlaufen wäre. Unterstützung erhält sie in ihrer Arbeit seit vielen Jahren vom Vizepräsidenten der Auslandsgesellschaft NRW e.V., Erich G. Fritz MdB a.D., der in seinen Funktionen als Vizepräsident des Deutsch-Rumänischen Forums und damaliger Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Parlamentarier-Gruppe im Deutschen Bundestag in den deutsch-rumänischen Beziehungen vielfach aktiv ist.

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