Polen

Der Deutsch-Polnische Länderkreis

Leitung: Johannes Hoffmann, Hans-Joachim Nölle 

2009: Orgel trifft Jazz, Ragtime-Nacht mit Michal Markuszewski
1. Dortmund-Gdansk Jazzmeeting in Dortmund
2007: "Polen zu Gast bei Freunden"

Die Initiative, einen deutsch-polnischen Länderkreis bei der Auslandsgesellschaft zu gründen, geht auf das Jahr 1975 zurück.

Vorausgegangen war 1974 eine Reise nach Polen: Johannes Hoffmann, langjähriger wissenschaftlichen Leiter der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Pädagogischen Hochschule Ruhr (Dortmund), reiste mit Studenten in das Land, unter anderem nach Warschau und Auschwitz. Auch der damalige Rektor der Pädagogischen Hochschule Ruhr, Professor Rudolf Schridde war mit dabei. Zusammen mit Johannes Hoffmann gab er dem Länderkreis bis in die späten 1980er wesentliche Impulse.

Die Polen-Exkursion Mitte der 1970er begeisterte die Teilnehmer – der Länderkreis entstand. Die deutsche Öffentlichkeit blickte bereits verstärkt nach Polen, vor allem im Gefolge der deutsch-polnischen Verträge 1972.

„Fundiertes Wissen über den Nachbarn schützt vor Vorurteilen und fördert den gegenseitigen Verständigungsprozess.“ Diese Devise war ausschlaggebend für die Organisation aller Veranstaltungen des Länderkreises. Die Themenpalette war breit gefächert: Geschichte, Geographie, Kultur, Musik, Politik, aber auch Polen als Reiseland. Und natürlich, wie Deutsche und Polen einander sehen. Viele der Referenten kamen aus Polen. So knüpfte der Länderkreis viele Kontakte mit wichtigen polnischen Kulturträgern, die bis heute bestehen.

Der Länderkreis lud auch zu Exkursionen nach Polen ein. Außerdem wurden Polnisch-Kurse bei der Auslandsgesellschaft etabliert. Der Länderkreis stieß auch zahlreiche Hilfsaktionen an, insbesondere seit Beginn des Kriegszustands in Polen im Dezember 1981. Mehrere Mitglieder des Länderkreises organisierten außerdem Hilfstransporte nach Polen, zum Beispiel zu Kinderkrankenhäusern. Zu den Veranstaltungen des Länderkreises kamen übrigens auch Menschen der zweiten Generation aus der Community der so genannten Ruhrpolen.

Mit Hans Joachim Nölle begann ab 2004 ein neuer Abschnitt: „Wir verstehen uns als offener Kreis, der durch Vorträge, Konzerte, Lesungen, kulinarische Genüsse, Reisen und Veranstaltungen aller Art unseren Nachbarn Polen bekannt machen möchte. Jeder, der sich für diese Idee engagieren und Gleichgesinnte treffen möchte, ist herzlich willkommen“, so Nölle.

Besonders erfolgreich sind in den letzten Jahren die musikalischen und literarischen Austausch-Projekte gewesen: zum Beispiel 2005 das Projekt „Lyrik zum Kaffee“ mit der Lyrikerin Anna Piekara, 2007 das erste Jazzmeeting Dortmund-Gdansk und das Konzert „Orgel meets Jazz“ im März 2009 in der Pauluskirche, zwei Projekte unter künstlerischer Leitung von Mirek Tybora (Akkordeonist).

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