Arabische Welt

Begegnung mit der arabischen Welt

Leitung: Dr. Raschid Bockemühl

Der Gründungsvorstand (v.l.n.r.): Dr. Raschid Bockemühl, Salah Abu Elnaga, Someya Hilal, Ridwan Heimburger, Anja Pottschmidt, Ulrich Hegemann, Hans-Jürgen Ibach
Glückliche Gesichter: Die Dortmunder Spende wird verteilt
Arabische Altstadt

Am 13. Oktober 1992 wurde die Deutsch-Ägyptische Gesellschaft gegründet, die seit Februar 2010 im Deutsch-Arabischen Länderkreis umgenannt wurde. Am Vorabend hatte in Kairo die Erde gebebt. Die erste Aktion war eine Sammlung für die Opfer. Einige Mitglieder der neuen Gesellschaft reisten ein paar Tage später nach Kairo, um – an der ägyptischen Bürokratie vorbei – vom Erlös dringend benötigte Kleidung und Geräte zu kaufen und an betroffene Familien zu verteilen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse – ein Zufall mit Symbolkraft: Der Gesellschaft geht es nicht nur um das Touristenziel Ägypten, sondern auch um seine Menschen.

Bei der Beschäftigung mit Ägypten – auch das war von vornherein klar – darf es nicht nur um der Deutschen liebstes Bild vom Land am Nil gehen: die pharaonische Hochkultur. Es gehört auch das islamische Ägypten dazu: Kairo ist die Stadt der 500 Minarette – auch wenn mancher Tourist nur die Pyramiden von Gizeh besucht. Und es geht um das heutige Ägypten – mit seiner Faszination, seinen Widersprüchen, seinen Problemen. Immer wieder haben wir uns z.B. mit Nutzen und Nachteilen des Assuan-Staudamms für Ökonomie und Ökologie auseinandergesetzt, mit fundamentalistischer Gewalt oder mit einem Streetwork-Projekt für Kinder in Kairoer Elendsvierteln. Ägyptische Schriftsteller(innen), Musiker und Wissenschaftler gehören zu unseren Gästen.

In Vorträgen und Diskussionen, Ausstellungen, Filmabenden und Konzerten befassen wir uns verstärkt mit anderen arabischen Ländern – von Marokko und Mauretanien über Syrien, Palästina und Oman bis zum Irak.
Themen, die allen oder vielen arabischen Ländern Kopfzerbrechen bereiten, stehen im Mittelpunkt der Diskussionen: Demokratiedefizite im Nahen und Mittleren Osten – die fortschreitende Wüstenbildung – die Versuche zur Sanierung arabischer Altstädte  – oder die Frage, ob Islamisches Banking eine Alternative zum heutigen Finanzsystem ist.

Der arabisch-islamische Raum –  mit seinen Konflikten und Herausforderungen, aber auch mit seinen Potenzialen und Chancen – rückt Europa im Zuge der Globalisierung immer näher. Für die Deutsch-Ägyptische Gesellschaft kann dies nur bedeuten, ihre Informationen, Kontakte und Begegnungen weiter auszubauen.
Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie unter "Ländersuche" (oben rechts) wieder.

Seit 2010 hat die Deutsch-Marokkanische Gesellschaft e.V. (DMG) Ihren Sitz im Europazentrum NRW. Eine intensivierte Zusammenarbeit findet seitdem statt. Dies spiegelt sich im Programm des Deutsch-Arabischen Länderkreises wieder. Link zur DMG-Webseite