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Die Deutsch-Japanische Gesellschaft: Erfahrungen und Ziele

Leitung: Yoko und Horst Schlütermann

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAktuelles Interview und Videostatement

 [ , als PDF, ca. 520 KB ]Kurzfristige Änderungen finden Sie unter "Ländersuche" (oben rechts).


Der Sushikurs der Deutsch-Japanischen Gesellschaft ist sehr populär.
Der Sushikurs der Deutsch-Japanischen Gesellschaft ist sehr populär.

Unsere letzte Aktivität hat uns einmal mehr bestätigt, wie wichtig es ist flexibel zu sein. In einer e-mail-Anfrage vermittelt uns die Auslandsgesellschaft, ob wir in der Lage wären, Erstklässlern Japan hautnah vorzustellen. Kurzfristig möchten zwei Klassen, die der Arbeitsgruppe ‚Japan’ angehören, Näheres über Japan wissen, Vieles haben sie bereits erarbeitet. Wir sagen zu.

Modalitäten und benötigte Technik werden per e-mail abgeklärt. Alles muss kindgerecht vorbereitet werden. Meine Erfahrungen bei einem regelmäßigen Kinder-Austausch zwischen Japan und Deutschland kommen mir dabei zugute.  Das Interesse der Schüler ist da, und aus einer geplanten Schulstunde werden zwei. Ein Frage- und Antwortspiel belebt den Vortrag. Es bleibt noch Zeit für eine spielerische Beschäftigung, nämlich Origami-Falten; für ‚Popcorn mit Stäbchen essen’ reicht leider die Zeit nicht.  Alle sind zufrieden, aber wir in besonderem Maße: Vielleicht haben wir Japan-Fans gewonnen!

Wenn wir auf unsere beinahe 20 jährige Arbeit zurückblicken hat es neben Vorträgen, Exkursionen, Musikveranstaltungen, Dia- und Filmvorführungen viele große Ereignisse gegeben, die auch in den Medien ein gebührendes Echo gefunden haben. Als Beispiele : eine Japan-Kultur-Woche in Dortmund im Gründungsjahr 1990, die 10-jährige Jubiläumsfeier mit der ganzen Bandbreite japanischen Kulturangebots und mit honorigen Gästen, wie dem damaligen Bundeswirtschaftsminister, dem japanischen Botschafter aus Berlin, dem Oberbürgermeister von Dortmund oder eine Japantag-Veranstaltung unter dem Motto ‚Sport und Kultur’ in der DEW als Ausrichter. Dabei haben uns meine intensiven Kontakte zur japanischen Welt nicht nur in Düsseldorf sehr geholfen.

Kyoko Mase ist eine Künstlerin, die sich mit ihrer Kunst aus Schafswolle in Japan bereits einen Namen gemacht hat. Ob die Wolle nun von ihr gesponnen, gefärbt dann gewebt oder gewalkt wird; das ist nur der Weg. Am Ende sind es Farbe und Form ihrer Werke aus natürlichen Materialien, für die sie steht. Sie leitet mit ihrem Mann eine Jugendherberge in der Nähe von Nagoya. Spontan entstand die Idee auch in Deutschland auszustellen. Als geeigneter Ausstellungsort mit besonderem Ambiente wurde der Kunstverein Unna, untergebracht in einer alten Windmühle mit Anbau, gefunden. Zwar konnte nur ein Teil ihrer Werke ausgestellt werden, der aber zeigte sehr überzeugend ihre phantasievolle Kunst. Ein zweiter Ausstellungsort, Burg Klaffenbach bei Chemnitz, ist im Gespräch.

Mit unseren Aktivitäten wollen wir Hemmnisse und Vorurteile abbauen. Das geschieht am besten in der Begegnung mit anderen Menschen und ihren Kulturen. Wenn wir die Sorgen und Nöte der Anderen verstehen, können wir vielleicht vermeiden, dass Kriege stattfinden, wie zum Beispiel der eine der die zwei japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ausgelöscht hat. In einer Bilderausstellung in der Berswordthalle in Dortmund im August 2005, 60 Jahre danach, konnten wir die Folgen der Atombombenabwürfe auf die beiden Städte dokumentieren. In Kooperation mit Dortmunder Friedensorganisationen und mit Kazuo Soda, Aachener Friedenspreisträger, Überlebender aus Nagasaki, als Gastredner konnten wir eindringlich vor Augen führen, was Atomkriege anrichten.


Seit März 2011: Die Deutsch-Japanische Gesellschaft holt Kinder aus den Katastrophengebieten
Der Appell von Yoko Schlütermann nach der Katastrophe in Japan löste eine Welle der Solidarität aus, die bis heute anhält. Mit ihren Partnern in Japan hat sich die Deutsch-Japanische Gesellschaft zum Ziel gesetzt, Kinder aus den Katastrophengebieten zu holen. Nach dem Modell "Kinder aus Tschernobyl" sollen sie sich in den Ferien im 2000 km entfernten Okinawa erholen können. Das Projekt startet in den Sommerferien 2011.
Informationen zum Projekt: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.hilfefuerjapan2011.de